Modern würde dies Rubrik Liveblog heißen. Tagebuch trifft es auch. Hier will ich persönliche Eindrücke und Aktuelles im Rahmen meiner Wahlkampagne erwähnen. Das mache ich, weil diese Kampage nur als Gemeinschaftsprojekt Sinn macht, von allen, die in welcher Form auch immer beteiligt sind, sei es als Kritiker, als interessierter Beobachter, als Sympatisantin, als Impulsgeber, als Mitmacherin und zu guter letzt als Wähler/in.

22.09.2017

Endspurt

Am Dienstag kam der Artikel in der Mopo heraus, am Mittwoch der Artikel im Bille Wochenblatt und gestern gab ich ein langes Interview auf dem Youtube-Kanal von wen-wählen und nahm selbst mit meinem Wahlkampfhelfer Maurice Küchenmeister ein Interview auf, von dem ich bisher zwei Teile auf Youtube veröffentlichte. Alle Videos und Artikel (siehe MEDIENSPIEGEL) sind nach meinem Eindruck gut gelungen. Heute fand dann der Infostand in Bergedorf statt. Es kam wieder zu vielen guten Gespächen. Sehr viele Menschen wünschten mir Erfolg. Auf der einen Seite war das schön, auf der anderen Seite merkte ich, dass die meisten dachten, es ginge mir um einen Erfolg für mich. Das entspricht gar nicht der Wirklichkeit: Ich bin für mich bisher noch zu gar keinem Ergebnis gekommen, ob für mich persönlich die Vorteile oder die Nachteile überwiegen würden, wenn ich im Bundestag bin. Ich bräuchte zum Beispiel einen zweiten Wohnsitz und wäre überwiegend in der Woche von vielen Menschen getrennt, die mir wichtig sind. Für mich persönlich habe ich eigentlich bisher nur entschieden, dass wenn ich gewählt werde, ich einfach das Beste daraus machen werde. Es geht also nicht um mich, sondern um eine Chance für unser Land, anders im Bundestag Politik zu machen und die Frage ist, ob der Wahlkreis Hamburg-Bergedorf-Harburg-Wilhelmsburg diese Chance verstreichen lässt oder ergreift.

21.09.2017

Versuchungen und Entscheidungen

Gestern bekam ich einen Hinweis, dass mein neuer Infoflyer
bezüglich des Wahlrechts im letzten Absatz falsch informiert. Ich prüfte den Sachverhalt und kam zu dem Ergebnis, dass man sich als Wähler nur unvollständig oder sogar falsch informiert fühlen könnte und habe deshalb entschieden, den Flyer nicht weiter zu verteilen und auch auf meiner Website unter MITMACHEN nicht weiter zu verlinken.

Heute Morgen wollte ich dann einen anderen Flyer am Bahnhof Bergedorf verteilen. Ich erhielt von einem Passaten den Hinweis, dass dies im Bahnhofsgebäude nicht erlaubt sei. Ich wunderte mich, da CDU und SPD an gleicher Stelle bereits Informationen verteilt hatten. Ich entschied die Aktion abzubrechen, da es zu einem funktionierenden Gemeinwesen gehört sich an Regeln zu halten, auch wenn einem persönlich und dem Gemeinwesen dadurch Nachteile entstehen. Mittelfristig würde ich es deutlich besser finden, wenn im Zeitraum von 2 Wochen vor Wahlen Wahlinformationen im Zugangsbereich von Bahnhöfen verteilt werden dürfen.

19.09.2017

Kirchdorf-Süd und neuer Aktivierungsflyer

Heute habe ich in Kirchdorf-Süd Plakate aufgehängt und Flyer in Briefkästen verteilt. Es ergaben sich einige interessante Gespräche, unter anderem mit dem Leiter und einem Mitarbeiter eines lokalen Nachbarschaftszentrums über soziale Fragen, das bedingungslose Grundeinkommen und Schulen, aber auch mit Bewohnern über Selbsthilfe und Geopolitik gegenüber Russland, den USA und den Ukraine-Konflikt.
Ich habe einen neuen Infoflyer für kurz vor der Wahl drucken lassen, der mir und meinem kleinen Kampagnenteam gut gefällt und plane ihn morgens an S-Bahn-Stationen zu verteilen. Freiwillige sind herzlich eingeladen, mitzumachen und mögen sich per email bei mir melden. Unter der Rubrik MITMACHEN kann der Flyer ausgedruckt werden zum Verteilen im Bekanntenkreis oder verlinkt werden.

17.09.2017

bester Tag bisher

Mein Infostand in Wilhelmsburg lief gestern wunderbar. Viel mehr Menschen als bisher nahmen meine Flyer selbstverständlich und freundlich entgegen. Es kam wieder zu vielen interessanten Gesprächen und Diskussionen.
Ein Teil meines Politikansatzes ist es ja, neben einer Werteorientierung (liberal, ökologisch, sozial) wichtige Ideen, auf die unser demokratisches Gemeinwesen beruht (Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit, Gewerbefreiheit usw.) bei Diskussionen um die richtige Lösung in konkreten Einzelthemen zu beachten. Dies hat sich in den Diskussionen gestern gut bewährt. Außerdem kam ein interessanter Hinweis einer Mutter, dass junge Leute über Politik anders reden würden und zwar mehr in ihrem Weltbild, wo es darauf ankäme, dass etwas cool wäre. Ich fand das sehr inspirierend und stellte fest, dass das meinem Politikansatz sehr gut entspricht. Ich will politische Antworten, die für (fast) alle tragbar sind. Cool heist genau das: ich finde es für mich gut, aber ich habe auch das Gefühl, es ist insgesamt stimmig und teile das Gefühl der Stimmigkeit mit anderen. Ich gehe zum Beispiel deshalb in die Politik, weil das Abstimmungsverhalten von Metin Hakverdi (SPD) und Dr. Gerlind Gundelach (CDU) im Bundestag teilweise sehr uncool war und es auch uncool ist, wenn Fraktionen im Bundestag Gesetzesentwürfe ablehnen nicht weil sie falsch sind, sondern weil der Entwurf von anderen Fraktionen stammt.
Abends traf ich noch einen absoluten Helden des Alltags, der neben seinem normalen Job als Personalleiter in einem Unternehmen in einer Tankstelle arbeitet. Es zeigte sich, dass er die gleiche liberale Grundhaltung wie ich hat, politisch sehr kundig ist und es genauso wie ich genießt, sich mit den Menschen, die bei ihm vorbeikommen, zu unterhalten und persönliche Beziehungen zu ihnen aufbaut. Es spielt dabei keine Rolle, wer die Kunden sind und welche Probleme sie haben. Dass er meine Flyer gleich neben der Kasse für seine Kunden aufbaute und weitere mitnahm, freute mich. Einen besseren Multiplikator kann ich mir nicht wünschen. Abends reparierte ich noch schadhafte Plakate und fand eine sehr schöne Plakatnachbarschaft für mein Wahlplakat:

12.09.2017

weitere Kontakte ZDF und Rechtsanwalt

Eine Redakteurin des ZDF Länderspiegel meldet sich bei mir, weil sie zum Thema Einzelbewerber zur Bundestagswahl recherchiert. Ich freue mich über das Interesse. Mal schauen was daraus wird. Ein Rechtsanwalt fragt an, wie ich dazu stehe, dass CDU/CSU und SPD 2013 beschlossen haben, dass Rechtsanwälte gezwungen werden, Post vom Gericht per email entgegenzunehmen,  link zu dem Gesetz. Ich antworte "das Gesetz ist für mich ein weiteres Beispiel der großen Koalition, Politik an den Bürgern vorbei zu machen. Es spräche ja nichts dagegen, wenn Gerichte sich für emails öffnen. Dies sollte für Betroffene aber immer freiwillig bleiben."

Podiumsdiskussion Bürgerhaus Boberg

Meine erste Teilnahme an einer Podiumsdiskussion auf dem Podium verlief gut und hat mir Spaß gemacht. Ich war überrascht, wie viel und wie routiniert meine Kontrahenten redeten und hatte den Eindruck, dass in den Parteien die Menschen nach vorne kommen, die besonders gut reden können, nicht unbedingt die, die sachlich in der Vergangenheit gut abgestimmt haben oder beruflich besonders qualifiziert sind. Sowohl Herr Hakverdi (Jurist, SPD) als auch Frau Dr. Gundlach (Politologin, CDU) haben beide keine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung und teilten mit, dass sie weiter in Finanz- bzw. Wirtschaftsausschüssen im Bundestag tätig sein wollen. Juristen und Politologen sind die beiden Berufsgruppen, die im Bundestag am häufigsten sind. Informatiker und Ingenieure sind dagegen selten. Das finde ich für einen Hochtechnologie-Standort wie Deutschland nachteilig. Betriebswirte wie ich und Volkswirte sind etwas besser repräsentiert, aber noch zu wenig, um die entsprechenden Ausschüsse qualifiziert besetzen zu können. Herr Hakverdi versuchte sich als kompetent darzustellen, der alle generös in sein umfassendes Wissen Einblick nehmen lässt. Es sei halt alles sehr komplex. Unser Grundgesetz zu ändern, wie in der vergangen Legislaturperiode geschehen, schien da keine große Sache zu sein. Mein Eindruck wurde bestätigt, dass ein Wertekompass eine zu geringe Rolle spielt und man Ideen nachläuft wie "Deutschland soll im OECD-Vergleich bei Bildungsleistungen unter die TOP5-Länder kommen" (FDP), statt dafür zu sorgen, dass das bestehende System gut funktioniert und zum Beispiel die hoffnunglos überalterten Ausbildungsunterlagen in den Berufsschulen für Programmierer zu modernisieren oder so unsoziale Praktiken abzuschaffen wie befristete Lehrerstellen so zu gestalten, dass diese in den Sommerferien arbeitslos sind. Gut fand ich, dass alle Kandidaten auf alle Themenfragen antworten konnten. Ich hatte den Eindruck, dass ich sinnvolles zu sagen hatte und dass Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich wurden. In meinem Schlußstatement ging ich noch auf Themen ein, die vorher keine Rolle gespielt haben wie internationale Handelsabkommen wie TTIP und CETA und die Sanktionen gegenüber Russland. Ich war der einzige, der seine 5 Minuten Redezeit für das Schlußstatement nur zur Hälfte nutzte und den Rest für Fragen an die Zuhörer an mich freigab. Prompt kamen zweit gute Fragen, sodass ich erklären konnte, dass Erststimmen an mich in keinem Fall verloren sind, weil auch Menschen, die eine bestimmte Partei bevorzugen, deren Bedeutung im Bundestag allein mit der Zweitstimme bestimmen. Und ich konnte kurz anreißen, wie vielfältig die Möglichkeiten eines Parteiunabhängigen im Bundsestag sind und dazu auf Wikipedia verweisen.

11.09.2017

Infostand Harburg

Der Infostand am Samstag in der Fussgängerzone Harburg hat viel Spass gemacht. Es gab wieder sehr interessante Gespräche mit vielen Menschen, die erfreulicherweise auch miteinander viel redeten. Verblüfft hat mich die Breite an Intelligenz und Wissen, die sich zeigte. Eine Person, wirtschaftlich hoch gebildet und lebensklug, hatte so viel interessantes zu erzählen, dass ich ihm riet, er sollte das publizieren. Auf der anderen Seite wurde die Bandbreite an Einstellungen deutlich. Ein Mann, schaute meinen Flyer an, sah, dass ich als erste Position mich für eine Beschränkung der Einwanderung von außerhalb Europas einsetze, und meinte das würde ihn abschrecken. Zwei Minuten später stand ein Mann an meinem Tisch und äußerte als Erstes, dass wir zu viel Einwanderung hätten. Zusätzlich zum Infostand verteilte ich Flyer und ersetzte einige aufgeweichte Pappplakte durch wetterfeste Holzplakate.

Ärzte für den Frieden, Nachdenkseiten und Einzelkandidatur Wahlkreis Altona

Ich habe zu beiden Gruppen und einer Einzelkandidatin aus Altona, Bérangère Bultheel, Kontakt aufgenommen, da meine partei-unabhängige Kandidtur für sie interessant sein könnte.

08.09.2017

keine Einladung zur Verstanstaltung im Lichtwarkhaus

Zur Podiumsdiskussion mit Direktkandidaten aus dem Wahlkreis des BildungsBündnisBergedorf wurde ich nicht eingeladen, obwohl ich meine Teilnahme angeboten hatte. Ich wünsche allen Teilnehmern dennoch einen informativen Abend. Die meisten Besucher werden politisch so gut informiert sein, dass sie zwischen Erst- und Zweitstimme unterscheiden können und mittlerweile wissen, dass es auch partei-unabhängige Kandidaten gibt.

Giordano-Bruno-Stiftung und WEN WÄHLEW online

Die Giordano-Bruno-Stiftung hat ihre Fragen und meine Antworten veröffentlicht  ganz unten in der Tabelle. Auch bei WEN WÄHLEN stehen  meine Antworten.

Persönliches

Natürlich mache ich weiter. Gestern habe ich einige Pappplakate gegen Holzplakate ausgetauscht, weil der Hamburger Starkregen entgegen den vollmundigen Versprechungen der Druckerei, es handele sich um "Allwetterplakate", zu viel für sie war. Ich telefonierte mit der Lokalredaktion Harburg des Hamburger Abendblatts. Dort ist für nächste Woche eine Seite über alle Kandidaten des Wahlkreises geplant. Dennoch müsste das Interesse bei den Wählern kurzfristig rapide ansteigen, damit ich Erfolg hätte. Doch was ist Erfolg? Natürlich ist es sinnvoll, sich für eine lebendige Demokratie zu engagieren, Profil zu zeigen und die Wahlmöglichkeiten zu erweitern. Es gibt aber auch noch eine weitere Ebene, die ich wichtig finde: Wenn Menschen sich für mein Angebot nicht interessieren, senden sie quasi permanent das Thema "Ignoranz", wenn sie mich nicht wählen wollen, das Thema "Nicht Wählen". Auf einer spirituellen Ebene gibt es die Idee, dass alles ein Geschenk ist, und ich kann mich fragen: Was bedeutet es, wenn ich ständig die Themen "Ignoranz" und "nicht Wählen" gesendet bekomme? Wo ignoriere ich?, wo wähle ich nicht? Die spirituell für mich naheliegende Antwort ist: Ignoriere nicht die Quelle, Gott, du bist mit ihr dauerhaft verbunden und kannst jetzt und hier diese Verbundenheit wählen. Normalerweise lasse ich in meiner Kampagne meine Religion bzw. Spiritualiät außen vor, da ich finde, Religion ist Privatsache. Da aber hier von Seiten der Wahlberechtigten mir so viele, so deutliche Hilfestellungen für diese persönliche Ebene geschenkt werden, mache ich dies hier öffentlich und bedanke mich dafür :)

07.09.2017

Zweifel

Ich glaube derzeit nicht, dass mein Einzug in den Bundestag zu schaffen ist. Das Interesse ist einfach zu gering. Von den potentiellen Wählern kommt nach meiner Einschätzung zu wenig Resonanz, zum Beispiel auf die vielen Flyer, die ich und andere in Briefkästen verteilt haben. Bei Abgeordnetenwatch.de hatten Hakverdi und Gundlach gestern früh 4 Fragen , die Grünen 3, die FDP 2 und die Linke und ich jeweils 1. Was für eine Lethargie im Land! Mein Angebot scheint zu erklärungsbedürftig: ja, es bietet Chancen, aber das scheint eher was für Politikenthusiasten und sicher auch Parteienverdrossene, aber die, die mit der Politik ganz abgeschlossen haben, die erreiche ich auch nicht. Die denken, Politiker geht es nur ums Geld oder werden in dem Augenblick korrupt, wenn sie das Wort Politik in den Mund nehmen. Auch das NDR Regionalfernsehen interessiert sich nicht für mich und das Potential, das da für uns als Land aufscheint. So wie es aussieht, wird Deutschland diese Chance auf eine frische gute Brise verstreichen lassen. Wenn es so ist, war es dennoch gut, dass sie da war, sich gezeigt hat. Ich habe gerade ein kaputtes Plakat ausgewechselt, darunter ist noch Platz. Vielleicht plaktatiere ich noch nach: es kommt auch eine Zeit nach Merkel, lasst uns schon mal beginnen oder so ähnlich. Ich habe viele interessante Gespräche geführt, aber auch die interessantesten Leute haben keinen dauerhaften Emailkontakt mit mir etabliert. Gerade sie waren oft am skeptischsten über die Möglichkeit in der Politik etwas zu verändern und mit anderen privaten Projekten am beschäftigsten. Ich mache diese Zweifel hier öffentlich, weil dies ein Gemeinschaftsprojekt ist und Höhen und Tiefen dazu gehören.

06.09.2017

Lammert liest dem Bundestag die Leviten

In seiner  Abschiedsrede als Bundestagspräsident spricht Norbert Lammert lauter Punkte an, die mir ebenfalls wichtig sind und zu deren Verbesserung partei-unabhängige Abgeordnete beitragen können, weil sie weder in der gleichen Partei wie die Regierung sind noch die Interessen überhaupt einer Partei beachten müssen: die Rolle des Abgordneten mit dem  freien Mandat ernst nehmen, also Vertreter des ganzen Volkes zu sein, an keine Aufträge und Weisungen gebunden zu sein, sondern nur dem eigenen Gewissen unterworfen zu sein. Lammert sagt, es gelte im Bundestag das Grundgesetz ernst zu nehmen und nicht so viel aufgrund von parteipolitisch motivierten "Konkurrenzreflexen" zu agieren. Das heist für mich sachorientiert im Diskurs nach den besten Lösungen zu suchen. Dafür sind im Bundestag drei Lesungen vorgesehen,  siehe. Norbert Lammert: "Die Demokratie steht und fällt mit dem Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger." Herr Lammert müsste von dem Projekt hier beeindruckt, wenn nicht sogar begeistert sein :)

05.09.2017

Podiumsdiskussion Dorfanger Boberg und weiterer Wahlkampf

Das Bürgerhaus Dorfanger Boberg lässt mich zur Podiumsdiskussion der Direktkandidaten gleichberechtigt nachrücken und schreibt sehr nett dazu über mich auf ihrer website, prima. Heute habe ich Plakate aufhängt und Flyer verteilt in Harburg-Heimfeld und Harburg-Zentrum. Sogar ein "aktiver Nichtwähler" (Selbstbezeichnung) nahm Flyer für sich und die Nachbarn mit. Außerdem habe ich "Hamburg aktuell" (NDR Fernsehen) über mich informiert.

04.09.2017

Hamburger Morgenpost

Heute Morgen hat die Hamburger Morgenpost bei mir wegen eines Interviews angefragt und ich habe ihnen nachmittags eines gegeben. Es hat eine Stunde gedauert und hat Spass gemacht. Es wurde auch eine kurze Videosequenz aufgezeichnet.

Mut in der Politik kontra Beamtenmentalität

Mir fällt dazu Helmut Schmidt ein, der bei der Hochwasserkatastrophe in Hamburg 1962 als Innensenator eigenmächtig die Bundeswehrhubschrauber zu Hilfe rief. Ich erinnere mich an einen Artikel über die fehlenden Erfolge der Bundeswehr in Afghanistan in der Frankfurter Allgemeinen, der zu dem Ergebnis kam, dass hochrangige Bundeswehroffiziere wie Beamte agieren würden, statt zielorierientiert Risiken einzugehen. Unbestechlichkeit und korrekte Vorgehensweisen staatlicher Behörden sind Stärken unseres Landes aber sie können kein Ersatz für mutige politische Entscheidungen sein.

03.09.2017

Gespräche beim Kirchenkaffee

Ein Gemeindemitglied aus Syrien spricht mit Nachdruck darüber, dass im Westen die Intolereanz, Frauenfeindlichkeit und das Gewaltpotential des Islam unterschätzt würde, viele Menschen gar nicht aus Syrien kämen, sondern dies nur vorgeben würden, weil die Sozialhilfe bei uns für sie attraktiv ist und viele Städte in Syrien wieder sicher seien. Dazu fällt mir ein, dass es doch möglich sein sollte, dass im Bundesamt für Migration bei uns gut integrierte Menschen aus Syrien mit Asylsuchenden sprechen, um an der Sprache zu erkennen, ob sie tatsächlich aus Syrien stammen. Außerdem halte ich die Trennung von Staat und Religion für zentral für eine gut funktionierende, offene Demokratie und hier haben es Christen und nicht-religiöse Menschen einfacher als Moslems, da Jesus mit seinem Ausspruch "gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gott ist" diese Trennung ausspricht, während Mohammend nach seiner prophetischen Phase in Mekka in Mediana nicht nur Prophet sondern auch politischer Führer war und dieses Prinzip über die Kalifen nach seinem Tod fortgeführt wurde. Auch heute ist zum Beispiel die  DITIB in Deutschland dem türkischen Staat unterstellt und erkennen islamische Staaten die Menschenrechte nur an, soweit sie mit der Scharia in Einklang sind,  siehe Kairoer Erklärung der Menschenrechte.Ein Gemeindemitglied zitiert Helmut Schmidt, dass man Politik nicht nur mit der Bergpredigt machen könne. Ich finde, das passt zu meinem Ansatz, dass Einwanderungspolitik mit Herz UND Verstand gemacht werden muss. Dazu passt, dass in den letzten Wochen bei Gesprächen auf der Straße mehrere Zeugen Jehowas mir sagten, dass sie grundsätzlich nicht wählen würden. Als ich eine von ihnen fragte, ob sie denn, wenn sie die Demokratie nicht unterstützt, eine Diktatur in Kauf nehmen würde, meinte sie, sei für eine Theokratie, also eine Gottesherrschaft. Das ist dann wieder die Einheit von Religion und Politik und nicht die Trennung von Staat und Religion und passt nicht zu einer demokratischen, offenen Gesellschaft, bei der Menschen unterschiedlicher Religionen und Menschen ohne Religion gleichberechtigt einen Staat bilden. Unsere Demokratie ist gar nicht so selbstverständlich und Belastungen von unterschiedlichen Seiten ausgesetzt, neben undemokratischen politischen Ideologien, völligem politischen Desinteresse von manchen Menschen auch religiösem Fundamentalismus.

Wahlkampf

Vorgestern habe ich Plakate aufgehängt in Neugraben und Hausbruch/Neuwiedenthal, Flyer verteilt und mit vielen Menschen geredet, gestern dann einige Plakatdetailtexte aktualisiert, mit Bezügen zu Kennedy und Obama und geklebt in Bergedorf, dann ab 9Uhr30 der Infostand in Lohbrügge am oberen Ende der Fussgängerzone mit ebenfalls vielen sehr interessanten Gesprächen, danach wieder Flyer verteilt, diesmal wieder in Lohbrügge und beim Autowaschen.

31.08.2017

NGO's melden sich bei mir

Spannend für mich. Bisher haben sich drei zivilgesellschaftlich aufgestellte Gruppen gemeldet und angefragt, wie ich politisch zu bestimmten Fragen stehe:  Campact / Aufbruch,  Abgeordnetenwatch und die  Giordano-Bruno-Stiftung. Ich haben allen drei geantwortet. Bei Abgeordnetenwatch kann man meine Antworten bereits nachlesen, die Giordano-Bruno-Stiftung wird meine Antworten ebenfalls öffentlich machen. Ich überlege die Antworten an alle drei auch hier auf der website zu veröffentlichen, vielleicht die Rubrik "Häufige Fragen" entsprechend neu zu unterteilen. Wenn Interesse daran besteht, bitte per email melden.

Wahlkampf

Vorgestern kamen die neuen Plakate "Erststimme partei-unabhängig". Ich habe begonnen sie aufzuhängen in Bergedorf Zentrum, Lohbrügge, Boberg und Wilhelmsburg und Flugblätter in Lohbrügge verteilt. Ich war überracht, was für nette Ecken es in Wilhelmsburg gibt mit individuellen Cafes und vielen Menschen, die draußen saßen oder auf Rädern unterwegs waren. Es ergaben sich gute Gespräche über Politik und ich verteilte nebenbei Flugblätter.

Ich erfuhr, dass im Bürgerhaus Boberg am 11.September eine Podiumsdiskussion mit einigen Direktkandidaten aus dem Wahlkreis stattfindet und habe dem Bürgerhaus mitgeteilt, dass ich mich freuen würde, teilzunehmen.

Helfer verteilen für mich Flugblätter in Bergedorf, Neuallermöhe und evtl. Wilhelmsburg und haben mir zugesagt, dass sie Bekannten/Freunden von mir erzählen. Aktuell müssen noch Flugblätter verteilt werden, besonders in Wilhelmsburg und allen Harbuger Stadteilen. Freiwillige vor! Mein selbst gewähltes und von mir bestrittenes Wahlkampagnenbudget liegt übrigens bei 1000 Euro für Plakate (ca. 700,- €), Flugblätter (170,- €) , Geldleistungen an Helfer (4 Stunden zu je 10,-€, 1x 20€ Fahrtkosten/Spesen), Kopien, T-shirt mit Logo und Internetkosten.

Die Anwendung Wahlomat der Bundeszentrale für politische Bildung ist gestern online gegangen, konzentriert sich aber nur auf Parteien, ohne zu erwähnen, dass es auch partei-unabhängige Kandidaten gibt. Auch mein Mailkontakt mit ihnen hat daran nichts geändert. Auf twitter wird Kritik am Wahlomat laut, dass dort die Antworten der Parteien gezeigt werden und nicht geschaut wird, ob die Parteien sich an ihre Versprechnungen gehalten haben. Mir hat ein tweet meiner Lieblingstwitterin gutgetan, die empfiehlt  locker zu bleiben. Das hab ich dann auch gemacht.

29.08.2017

Schnappschuß

Ob Frau Merkel mit ihrem Satz vom "gut und gerne in Deutschland leben" bereits vorausahnt, dass Partei-Unabhängige im Bundestag dazu beitragen werden?

Bergedorfer Zeitung

Ich kam erst jetzt dazu, den Artikel in der Bergedorfer Zeitung über meine Kandidatur zu lesen. Er gefällt mir gut. Für 20 Cent kann man ihn bei der Bergedorfer Zeitung  online über diesen link abrufen.

Abgeordnetenwatch

Abgeordnetenwatch, ein gemeinnütziger, zivilgesellschaftlicher Verein, hat eine Internet-Anwendung entwickelt, mit der man über eine Suche nach Postleitzahl Profile der Kandidaten um die Erststimme aufrufen und Fragen an sie stellen kann. Vor circa einer Woche habe auch ich dort ein Profil ausgefüllt, nachdem ich von dem Verein angemailt wurde. Ich finde die Anwendung sehr sinnvoll,  hier der link.

NDR Fernsehen Hamburg "DAS!"

Ich hatte die Idee, dass es passen könnte, wenn ich auf dem roten Sofa in der Sendung des NDR Hamburg über meine Erfahrungen erzähle. Ich habe die Sendung ab und zu gesehen, und finde das Format angenehm. Ich bekam eine mail zurück, dass sie prüfen, ob sie mich einladen und bin gespannt wie es weitergeht.

Infostand Harburg

Der Infostand in Wilhelmsburg hat Spass gemacht. Es ergaben sich wieder viele Gespräche, manche davon waren sehr spannend. Ich war überrascht, wo die Menschen alle herkamen, Rumänien, Bulgarien, Polen, Ghana, viele Türken, Kurden, Argentinien, USA, Holland und auch innerhalb Deutschland viele aus Nordrhein-Westfalen und sogar mehrere Gruppen aus der Oberpfalz (Raum Regensburg). Viele der Touristen kamen, um mit einem öffentlichen Bus über die Köhlbrandbrücke wegen der Aussicht zu fahren, andere besuchten den Bunker mit Dachbegrünung. Im dem freundlichen Gespräch mit den Kurden aus Wilhelmsburg zeigte sich, dass sie sehr informiert waren und es gewohnt waren über Politik zu reden und gut untereinander vernetzt waren. Insgesamt wurde wieder deutlich, dass viel Skepsis gegenüber den Parteien besteht. Über partei-unabhängige Abgeordnete öffnet sich hier ein zusätzlicher Weg.

politische Talkshows in Deutschland

Ein älterer Bürger hatte sich bei mir beschwert, dass politische Talkshows für Zuschauer nicht telefonisch erreichbar seien. Ich versprach, das für drei Sendungen, Anne Will, Maischberger und Maybritt Illner, zu prüfen. Bei Anne Will fand ich eine Nummer, die ich ihm mitteilte, bei den anderen beiden gab es nur Emailadressen. Ich mailte beide Sendungen an und fragte nach, ob es eine Telefonnummer gibt. Ich nutzte die Gelegenheit und regte an, zu europaweiten Themen wie Einwanderung, Sanktionen gegen Russland und internationale Handelsabkommen mehr Gäste aus anderen EU-Ländern einzuladen. Nur wenn wir in Europa miteinander reden, können wir gemeinsame Lösungen finden! Ich bin auf die Antworten gespannt.

Wahlomat

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) hat eine Anwendung entwickelt, die auf Basis eines Fragenkatalogs Übereinstimmungen der Parteien mit den eigenen Positionen ermittelt. Da dort nur Parteien und keine partei-unabhängige Kandidaten auftauchen, regte ich an, auf das Angebot von Abgeordnetenwatch zu verlinken. Das lehnte die BPB ab. Es ist noch offen, ob sie im Rahmen des Wahlomates überhaupt erwähnen, dass es auch partei-unabhängige Kandidaten gibt. Das wirft aus meiner Sicht Zweifel auf, ob die BPB ihrem öffentlich rechtlichen Informationsauftrag in diesem Fall gerecht wird. Laut Wikipedia ist sie dem Bundesinnenministerium unterstellt  hier der link.

26.08.2017

Veranstaltungen Neuallermöhe und Harbug

Bei den Veranstaltungen gestern in Neuallermöhe und vorgestern in Harburg ergaben sich für mich äußerst interessante Gespräche mit politisch interessierten Menschen. Themen waren unter anderem die Politik gegenüber Russland und der Einfluss der USA, die Konflikte in Syrien und Libyen, die Qualität der Leitmedien und ihre telefonische Erreichbarkeit, die Möglichkeit über das Internet selbst nach Informationen zu suchen und der Einsatz von manipulativen Techniken in der Politik. Den Fleetplatz in Neuallermöhe an einem Freitagabend habe ich als sehr lebendig und angenehm erlebt.

24.08.2017

Veranstaltung Bergedorf Cafe Chrysander

Gestern fand meine Veranstaltung im Cafe Chrysander zum Thema "Einwanderung mit Herz UND Verstand" statt. Neun Menschen kamen zur Veranstaltung und diskutierten mit mir über das Thema Einwanderung nach Europa. Dabei kamen viele Argumente auf den Tisch und viele Zusammenhänge zu anderen Politikfeldern, zu Medien, zur Demokratie insgesamt, wurden deutlich. Mein Gesamteindruck war, wenn Menschen sachlich, offen und gleichberechtigt über Politik reden, ist das eine gute Basis, um tragbare Lösungen zu finden.

Straßengespräch

Heute Morgen sprach ich mit einem Mann mittleren Alters auf der Straße über Politik im Allgemeinen. Er meinte, viele Menschen wären der Meinung, egal wen man wähle, es würde sich nicht ändern, oder nur in Minischritten, Arbeiten und Steuern bezahlen müsse man weiter. Mir fiel dazu das Zitat von John F. Kennedy ein „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“.

14.08.2017

Wir alle können zu einer besseren Politik beitragen

Woher kommt nur diese Politikmüdigkeit bei den Deutschen? Warum engagieren sich so wenige Menschen? Warum finden die, die sich engagieren, nur so schwer Mitstreiter? Warum genügt es so vielen Menschen, sich nur um ihre privaten Dienge, ihren eigenen engen Lebenskreis zu kümmern? Warum sind so viele skeptisch, wenn allein das Wort Politik erwähnt wird? Sicher, jeder hat schlechte Erfahrungen gemacht, aber warum ist das so prägend? Warum ziehen die Menschen sich so sehr in ihre Privatleben und in den Austausch mit Freunden zurück? Meine Erfahrung der letzten Wochen ist, dass wenn das Eis erst mal gebrochen ist, die Deutschen sich gern politisch äußern, dass ihre Äußerungen aber oft zeigen, dass sie sich wenig mit anderen politisch ausgetauscht haben. Warum ist das Reden um die res publica, die öffentliche Sache, das, was uns alle angeht, so verpönt? Warum haben Politiker einen so schlechten Ruf? Vielleicht sind mit ein Grund dafür die Strukturen einer repräsentativen Demokratie, man gibt das "Politik machen" an andere ab. Dadurch entledigt man sich seiner Verantwortung bis zur nächsten Wahl, hat seine Ruhe, aber eben auch das Gefühl, nichts mehr selbst gestalten zu können und sich ohnmächtig zu fühlen. Welche Idee von Politik könnte diesen Gegensatz heilen und die Menschen dazu bringen, sich wieder stärker selbst politisch einzubringen? Ich denke und fühle es ist die Erkenntnis, dass sich nur etwas verändert, wenn wir uns einmischen, und es ist die Erkenntnis, dass wir bei allen vorhandenen Strukturen in einem offenen System leben, das durch unser Handeln belebt wird und davon lebt. Erfahrungen wie die friedliche Revolution der Ostdeutschen 1989 und die Wiedervereinigung 1990 haben dies belegt. Es ist die Erfahrung, dass Demokratie und politische Freiheit etwas Lebendiges in uns ist und wir sie alle gemeinsam gestalten können. Ich fühle es sehr stark, dass wir das besser machen können, als es derzeit im Bundestag gemacht wird und dass, wenn die Menschen noch passiver werden, es sicher schlechter werden wird. Und ich weiß, dass die meisten von uns für die öffentliche Sache in irgend einer Form etwas beitragen können und das wir Politik besser hinbekommen, wenn wir kooperieren und Spaß bei der Sache haben.

14.08.2017

Alle Infos müssen auf den Tisch, ungeschönt!

Laut FAZ hält Wirtschaftsministerin Brigitte Zypris (SPD) eine Studie des Ifo-Instituts zu den Auswirkungen einer Vermögenssteuer zurück, weil ihr die Ergebnisse nicht gefallen,  siehe Link  . Damit schädigt sie unsere Demokratie. Wie wollen wir in Sachfragen zu guten Ergebnissen kommen, wenn die Meinung von Menschen, die sich mit genau diesen Fragen gründlich auseinandergesetzt haben, nicht öffentlich gemacht werden? Das Verhalten der SPD ist kein Einzelfall. Bereits 2008 wurde Olaf Scholz als Arbeitsminister vorgeworfen, den Armuts- und Reichtumsbericht nicht in seiner Ursprungsversion veröffentlicht zu haben, sondern ihn geschönt zu haben. Auch Philipp Rösler (FDP) hat dies getan,  siehe Link 

13.08.2017

es krieselt, aber dann geht es weiter

Ich bin schockiert, dass ich niemand gefunden habe, der ehrenamtlich bereit ist Veranstaltungsplakate für mich aufzustellen. Eine Person hat zwar zugesagt, es aber ohne Rückmeldung dann doch nicht gemacht. Schließlich hat sich ein junger Syrer(!) dazu bereit erklärt, der sich darüber freut, dass ich dafür mehr als den Mindestlohn zahle. Die Bereitschaft für Politik etwas zu tun scheint in Deutschland sehr exotisch zu sein. Das finde ich sehr merkwürdig und schade. Vielleicht ist es aber eine gute Erfahrung um meine Position in der Einwanderungspolitik zu überdenken. Ich war zwar bereits davor für eine beschränkte Zuwanderung, aber so wird noch mal deutlicher, dass es nicht in erster Linie auf den Pass ankommt, sondern auf die innere Bereitschaft aktiv zu werden.

Nachtrag vom 29.08.2017: Da ich im Urlaub war, habe ich erst später mitbekommen, dass die Aufgabe dann doch eine junge amerikanische Studentin übernommen hat. Meine Position zur Einwanderungspolitik bleibt dabei, dass ich massvolle Einwanderung positiv finde und dass sie in der Höhe beschänkt werden muß.

06.08.2017

Heute um 5 Uhr habe ich Flugblätter in meinem Stadteil Lohbrügge ausgetragen. Was für ein schöner Morgenhimmel mit Stern, welche Ruhe. Ich war noch dabei die vielen Eindrücke vom gestrigen Infostand im Sachsentor zu verarbeiten. Wie viele Menschen aus Schleswig-Hollstein an mir vorbeikamen, verblüffend. Ich wußte nicht, dass Bergedorf regional ein derartiger Besuchermagnet ist. Ingesamt war der Infostand gut, obwohl es auch schwierig ist. Mein Eindruck war, dass letztlich jeder in seinem eigenen Film unterwegs ist und fast alle sehr skeptisch sind gegenüber Kontaktaufnahmen auf der Straße. Wenn es dann doch irgendwie geklappt hat, finden die meisten den persönlichen Kontakt und den Gesprächsinhalt gut, sind sogar positiv überracht und manchmal ergeben sich lange Gespräche. Dinge, die Bürger kritisch fanden, waren zum Beispiel Abgehobenheit von Politikern ("sollte mal von Hartz IV leben"), geringe Steuern für Großkonzerne während erfolgreiche Selbständige den Höchststeuersatz zahlen müssen, Sich-nicht-an Regeln-halten, Ellenbogengesellschaft, Lobbyismus und persönliche Schilderungen zweier Frauen von übergriffigem und frauenfeindenlichem Verhalten von Menschen aus anderen Kulturkreisen ihnen gegenüber. Die Idee eines parteiunabhängigen Bundestagsabgeordenten fanden die meisten Menschen gut, Mitglieder einer Partei sahen das manchmal anders. Zu meinen inhaltlichen Positionen auf meinem Flugblatt kam ab und zu Zustimmung, nie Einwände. Sehr viele waren überrascht, dass es die Möglichkeit einer parteiunabhängigen Kandidatur gibt.

WER HILFT!?! Da ich erst am 12. Juli entschied, zu versuchen, für den Bundestag zu kandidieren, hatte ich bereits einen Sommerurlaub gebucht. Ich kann deshalb vom 8.-22. August nicht in Hamburg sein. In diese Zeit fällt der Startpunkt für die Aufstellung von Hinweisplakaten zu meinen Veranstaltungen vom 23.8. - 26.8. (jeweils 10 Tage früher, also ab 13.8.), siehe Rubrik VERANSTALTUNGEN. Ich brauche noch Menschen, die je Veranstaltung 10 Plakate im Umkreis des jeweiligen Veranstaltungsortes aufstellen (Plakate und Kabelbinder sind vorhanden), also in Bergedorf, Harburg, Wilhemsburg und Neuallermöhe. Wer einen Ort übernehmen kann, bitte per email melden.