Haben Sie aus Ihren Gesprächen mit den Menschen etwas mitgenommen?

Ja, sehr viel. Ich habe nach zwei Monaten mit circa 1000 Menschen gesprochen und vielleicht noch einmal so viele angesprochen. Ich kann mich an keine einzige Begegnung erinnern, dass ich unfair behandelt wurde. Wer nicht reden mag, bleibt dabei höflich, das finde ich absolut vorbildlich. Ich führte unzählige interessante und sehr interessante Gesrpäche einigen dauerten bis zu 90 Minuten. Viele Menschen reden gerne über Politik, sind es aber nicht gewohnt. Eine neue Partei könnte von diesen Menschen profitieren. Einige Beispiele:

Ein Ehepaar diskutierte das Thema Einwanderung. Die Frau sah die Wichtigkeit eine menschenfreundliche Antwort zu finden. Der Mann nannte Zahlen zum hohen Bevölkerungswachstum in Afrika. Mir wurde später klar, dass dieses Thema quer durch viele Familien geht und wir erst dahin kommen müssen zu begreifen, dass es weder allein mit Herz noch allein mit dem Verstand zu lösen ist, sondern dass wir beides zusammenbringen müssen.

Eine Frau hatte die Idee auf alle Umsätze, die Unternehmen mit Kriegswaffen machen, eine Sondersteuer zu erheben und dafür ein Fonds zu schaffen, womit weltweit Opfer (oder deren Angehörige) unterstützt werden, die durch Waffen gelitten haben. Das wäre meiner Meinung nach ein gutes Thema für den G20 Gipfel gewesen.

Ein Mann meinte, man solle noch mal schauen, wie die Österreicher es schaffen, deutlich höhere Durchschnittsrenten zu haben als es sie bei uns gibt.